Foto: Jona / DJV / BJT
Rund 400 Delegierte und Gäste aus ganz Deutschland kamen am Freitag und Samstag auf Einladung des Deutschen Jagdverbands (DJV) und des Landesjagdverbands Thüringen zum Bundesjägertag nach Suhl. Der thüringische Ministerpräsident Mario Voigt betonte zum Auftakt in seiner Rede, dass die Jagd zu Deutschland gehöre: "Jagd ist nicht nur gelebte Tradition, Jagd ist auch gelebter Naturschutz."
Kanzler Merz: legalen Waffenbesitz nicht unnötig verkomplizieren
Auch Bundeskanzler Friedrich Merz, der sich in einer Videobotschaft an die Jägerinnen und Jäger richtete, unterstrich die Bedeutung der Jagd: "Jägerinnen und Jäger sind der Natur eng verbunden, geben Wissen weiter und pflegen Tradition." Mit Blick auf die laufende Novellierung des Waffenrechts versprach er, dass diese "den legalen Waffenbesitz von Jägern nicht unnötig verkomplizieren soll." Christoph de Vries, Parlamentarischer Staatsekretär beim Bundesminister des Innern, stieß ins gleiche Horn und betonte, dass die Maßgaben im Koalitionsvertrag verbindlich seien: "Das Waffenrecht muss praxisgerechter werden. Noch mehr Regulierung ist nicht Gegenstand unserer Arbeit. Das müssen auch die Bundesländer respektieren." Viel wichtiger sei es, das Problem mit illegalem Waffenbesitz anzugehen, so de Vries.
Podiumsdiskussion: Bekämpfung der eigentlichen Probleme muss im Fokus stehen
In einer Podiumsdiskussion ging es dann noch einmal um die Evaluierung und Neuregelung des Waffenrechts. Die Olympia Skeet-Schützin Nele Wißmer, Staatssekretär Christoph de Vries, der Präsident des hessischen Landesjagdverbands Prof. Dr. Jürgen Ellenberger sowie BZL-Vorsitzender Matthias Klotz stellten sich den Fragen von Moderatorin Marie Hoffmann rund um die Herausforderungen, denen sich der Gesetzgeber und die Betroffenen nun stellen müssten. Hier wurde sehr deutlich, dass die Verbesserung des Waffengesetzes vor allem zu einer Entlastung der Behörden beim Management des Legalwaffenbesitzes führen müsse, damit genau diese Stellen sich um die Bekämpfung des eigentlichen Problems kümmern könnten – nämlich den illegalen Waffenbesitz und den Waffenmissbrauch.